Donnerstag, 30. Juni 2011

Rundreise durch Skandinavien

29.06. Ankunft in Helsinki


Da ich schon ein paar Tage vorher in Finnland eingereist bin, war ich recht früh schon am Flughafen.
Kurz nach 13.00 h kam dann die Gruppe an. Nach den Begrüßungen und dem Vorstellen des Busfahrers Enno fuhren wir zu unserem Hotel. Das Einchecken ging schnell und wir trafen uns eine halbe Stunde später, um einen kleinen Rundgang durch Helsinki zu machen. Wir gingen zum Bahnhof und von dort zum Senatsplatz mit dem Dom, ein herrlicher Platz, der dem Platz in St. Petersburg nachempfunden wurde. Dann ging es zum Hafen, wo wir mit der Fähre zur Festung Suomenlinna gebracht wurden. Dort hatten wir eineinhalb Stunden Zeit, um dieses UNESCO-Welterbe zu bestaunen. Das war eindeutig zu wenig Zeit, denn man kann hier locker den ganzen Tag verbringen. Doch das war ja nur als Reinschnuppern gedacht. Leider brach bei einer Teilnehmerin aber eine Verletzung am Knie auf, so dass sie nicht wirklich laufen konnte.
Das Abendessen nahmen wir dann im urigen Restaurant Zetor ein.

30.06. Helsinki und Rauma


Versuche an diesem Morgen für die verletzte Teilnehmerin einen Rollstuhl für die Stadtführung zu organisieren scheiterten. So blieb ihr leider nichts anderes übrig als die Umgebung des Hotels auf eigene Faust zu machen.
Wir anderen hatten eine offizielle Stadtführung, die uns in 3 Stunden Teile von Helsinki zeigte.
Anschließend verließen wir dann schon Helsinki und fuhren auf dem Königsweg nach Westen. In Lohja besuchten wir dann eine der schönsten Steinkirchen Finnlands mit sehr schönen Fresken. Nach dem Picknick ging es dann nach Ekenäs, wo wir gemütlich durch die schöne Stadt bummelten und einen Kaffee tranken. Dann hieß es weiterfahren zu unserem nächsten Ziel Rauma, ebenfalls UNESCO-Welterbe.
Das Abendessen erfolgte in einem sehr leckeren Restaurant am Rande der traumhaften Altstadt.
Diese wird morgen besucht!

01.07. Rauma und Naantali

Rauma ist klasse. Eine schöne kleine Stadt mit Flair. Gemütlich und mit vielen sehenswerten Ecken.
Wir waren zwei Stunden dort und hätten gerne noch mehr Zeit dort verbracht.
Dann fuhren wir zum nächsten Highlight: Samallahdenmäki. Diese Gräber aus der Bronzezeit erreicht man durch eine kleine Wanderung durch einen schönen Kiefernwald mit zahllosen Flechten und vielen Findlingen. Auch dort hätten wir gerne länger verweilen mögen.
Die späte Mittagspause machten wir dann im schönen Städtchen Naantali. Ein kleiner Rundgang und ein Cafe und schon ging es weiter auf die Schären. Mit der Fähre fuhren wir an zahlreichen Inseln vorbei, bis wir in Nauvo, unserem Zielort ankamen. Morgen machen wir dann hier eine 8-km-Wanderung. Das Wetter soll weiterhin schön bleiben, allerdings mit 30 Grad definitiv 10 Grad zuviel!

02.07.Schären bei Turku

Nach einem erneut reichlichen Frühstück ging es erst einmal zu einem alten Steinlabyrinth. Es war ein bisschen Kraxeln notwendig, doch dann lag es vor uns: ein Steinlabyrith welches mit dem Fruchtbarkeitszyklus zu tun haben soll.
Ich fragte mich allerdings, was passiert, wenn man das Steinlabyrinth in umgedrehter Richtung umläuft. War das damals schon ein altes Verhütungsmittel?
Dann begann unser Schären-Triathlon: mit dem Bus einige Km fahren, dann einen schönen 8 km langen Wanderweg erwandern und anschließend ein paar Runden in einer schönen Meeresbucht schwimmend zurücklegen.
Im Hafen von Pargas erholten wir uns mit einem Picknick von den "Strapazen" des Vormittags.
Den Nachmittag verbrachten wir dann in Turku, wo dieses Wochenende die Hölle los ist! Kulturhauptstadt, Treffen der Exil-Finnen und Marathon. Trotzdem war der Besuch des Doms und der Burg lohnendswert.
Zurück ging es dann zurück zum Hotel in Pargas.
Morgen geht es dann um 06.30 h weg, um die Fähre auf die Aland-Inseln zu nehmen.

03.07. Aland-Inseln

Um 06.00 h gab es Frühstück und gegen 08.00 h waren wir dann auf der Fähre zwischen den Schären. 20.000 kleine Inselchen befinden sich zwischen Turku und Aland und wir sahen einige davon. Manche waren nicht mehr als ein Felsen, andere hatten sogar Straßen und Brücken.
Nach 5 Stunden interessanter Fährfahrt erreichten wir dann Aland, welches 6.500 Inseln und 25.000 Einwohner besitzt. Allein die einzige richtige Stadt, Marienhamn hat 12.000 Einwohner. Dort fiel uns die eigene Flagge auf. Hier gelten andere Regeln als in Finnland. Obwohl es zu Finnland gehört, sprechen hier alle nur Schwedisch, und auch sonst bringt die Autonomie einige Unterschiede mit sich.
Nach der Fähre gingen wir erst einmal auf das nächste Schiff, die Pommern, ein 1903 gebautes Schiff, welches besuchbar ist. So ein Schiff mal im Inneren zu sehen ist schon interessant.
Dann schauten wir uns ein paar schöne Fischerhütten an, die wir in Norwegen an der Küste noch ausführlicher sehen werden.
An der Burg Kastelholm ging es dann vorbei nach Bomarsund, eine sehr sehenswerte Ruine einer Festung aus der Russenzeit. Uns fiel auf, dass in fast jedem Satz der Tafeln erwähnt wurde, dass die Franzosen und Engländer diese Festung zerstört hatten. Sogar auf der Postkarte war das die Hauptzeile. Böse Franzosen und böse Engländer.
Dann ging es zum Hotel, wo wir heute etwas mehr Zeit vor dem Abendessen hatten.

04.07. Stockholm

Heute ging es ebenfalls früh los, doch heute ging die Fährfahrt in einem wesentlich kleinerem Schiff nur 2 Stunden.
Das Wetter spielte leider nicht mit, es war bewölkt und nieselte.
Nach Ankunft in Kapelskär fuhren wir zunächst zum Hotel in Stockholm, bevor wir in die Stadt reinfuhren. Dort erwartete uns Eva, die uns auf drei interessanten Stunden Ihre Stadt näher brachte.
Anschließend gab es dann freie Zeit, die jeder für sich nutzte um die schöne Stadt näher zu erkunden.
Auf der Rückfahrt zum Hotel standen wir dann im Stau. Wie erholsam waren doch die letzten Tage mit wenig Verkehr. Bis auf Trondheim dürfte es auf dieser Reise aber unsere letzte Erfahrung mit stockendem Verkehr sein.

05.07. Falun und Dalarna

Heute durften wir wieder ausschlafen. Dann begann unser erster Fahrtag der Reise. Wir fuhren 3 Stunden nordwärts nach Falun, wo wir uns ausgiebig die Grube Falun ansahen. Auf einer einstündigen Führung gingen wir durch die Grube, die einst auch maßgeblich für die Macht Schweden verantwrtlich war. Zwei Drittel der Kupfervorkommen der Welt wurden hier ausgegraben. Dadurch konnte Schweden die finanziellen Mittel aufbringen um die Macht auszuweiten.
Auch das Museum war sehr nett gemacht. Insgesamt ein sehr lohnender Ausflug.
Dann fuhren wir zunächst weiter nach Norden und schließlich westwärts zum Fulufjäll Nationalpark. Die Natur wurde sichtlich karger und zwischendurch waren auch schon die ersten Moorgebiete zu sehen. Das Wetter wurde auch besser, so dass alles vielversprechend für unseren morgigen, ganztägigen Ausflug im Nationalpark aussieht!

06.07. Fulufjäll Nationalpark

Heute ging es in den Fulufjäll Nationalpark. Nach einer kurzen Anreise, auf der wir bereits einen Auerhahn sahen, kamen wir zum Infozentrum. Dort bekam jeder eine Karte der Region und wir starteten unsere Wanderung, zunächst zum Wasserfall Nupjeskär. Es ging zum Teil auf Holzplanken, teils über Waldwege zum 93 m hohen Wasserfall. Dort teilte sich dann die Gruppe. Manche machten einen kürzeren Weg, manche gingen den längeren. Es ging nun bergauf und oben erwarteten uns steinige Flächen. Doch hier hatten wir schon eine tolle Aussicht. Nach einem kurzen Abstecher, um den Wasserfall von oben zu sehen ging es dann über Moorflächen und an Seen vorbei. Eine traumhaften Landschaft. Und den vorhergesagten Regenschauer um 14.00 Uhr ließen wir aus. Es wurde dann fast schon wieder zu warm. Nach einem steilen Abstieg kamen wir schließlich am Parkplatz an, wo wir noch die restlichen schwedischen Kronen ausgaben, um dann zu unserem Hotel in Norwegen zurück zu fahren.

07.07. Röros und Trondheim

Heute hatten wir ein paar Kilometer vor uns, da wir nach Trondheim wollten. Nach ca. zwei Stunden Fahrt (inkl. beobachtung von Rentieren) kamen wir in Röros an, eine kleinen Stadt, in der knapp 30% der Häuser unter Denkmalschutz stehen. Auch dieser Ort ist Weltkulturerbe. Außer ein paar Tropfen hielt das Wetter auch ganz gut.
Dieser Ort ist ebebnfalls durch Kupferbergbau groß geworden. Da wir hier die Bergarbeitersiedlungen uns angeschaut haben, war dies eine nette Ergänzung zur Grubenbesichtigung in Falun.
Eine halbe Stunde weiter nördlich machten wir dann in Haltedalen Picknick, nachdem wir dort die nördlichste Stabkirche besichtigt hatten. Sowohl die Bedienung des kleinen, netten Cafes wie auch ihr Bruder waren sehr nett und trainierten mit uns ihre Deutschkenntnisse.
Gwstärkt ging es dann in zwei weiteren Stunden nach Trondheim, wo uns unsere Stadtführerin erwartete. Nach einer interessanten Führung durch die sehr sehenswerte Stadt bedauerten alle, dass nicht mehr Zeit in Trondheim bleibt. Aber so ist es leider. Bei einer Skandinavienrundreise kann alles nur ein kleiner Eindruck bleiben.

08.07. Fahrtag mit Küste

Heute hatten wir einen Fahrtag, da wir von Trondheim in zwei Tagen nach Bodö fahren. Da die Küstenstraße 17 zu den schönsten Straßen der Welt zählt, entschieden wir uns eine etwas längere Fahrtstrecke in Kauf zu nehmen und statt der E6 zum Teil an der Küste entlang zu fahren. Anfänglich war das Wetter nicht so gut und es regnete. Doch gegen Mittag wurde es besser. Es kam sogar teilweise die Sonne raus. So genossen wir die traumhaften Landschaft vom Bus aus. Auch das Picknick erfolgte bei angenehmen Wetter an einem herrlichen Fjord.
Kurz vor Bronnoysund allerdings verschlechterte sich das Wetter dermaßen, dass wir auf die Fahrt zum Torghatten verzichteten. In Mosjoen angekommen klarte es sich wieder auf und ein kleiner Bummel am Abend durch Mosjoen tat gut.
Das Wetter ist für morgen leider nicht gut angesagt. Morgen haben wir dann die Überquerung des Polarkreises.

09.07. Nördlich des Polarkreises

Ich sitze gerade um 23.07. in Nusfjord vor einer Hütte im T-Shirt und die Sonne scheint. Gut ein paar Wolken sind auch da, aber die sorgen nur für tolle Stimmung.
Heute morgen waren wir wieder gegen 09.00 Uhr losgefahren. Am Polarkreiszentrum machten wir unseren ersten Halt. Wir hatten Sonnenschein und geschätzte 20° C. Wer sagt oberhalb des Polarkreises sei es kalt, sollte mal hier hochfahren. Ein kurzer Regenschauer kam dann doch und auch die Landschaft sagte uns wir sind weit oben! Keine Bäume zu sehen, nur kurze Vegetation.
Nach einer knappen Stunde fuhren wir dann weiter. Unser nächster Stopp war der Saltstraumen kurz vor Bodö. Hier sollen innerhalb 6 Stunden 400 Millionen Kubikmeter Wasser durchfließen. Da wir genau zwischen Ebbe und Flut waren, war davon leider nicht soviel zu bemerken.
Das hatte ich schon dramatischer erlebt.
In Bodö hatten wir dann eine knappe Stunde Wartezeit, bevor es mit der Fähre auf die Lofoten ging. Nach knapp drei Stunden waren dann die Lofoten zu erahnen. Eine dicke Wolkenschicht bedeckte die Sicht auf die Lofoten. Doch beim Näherkommen bemerkten wir, dass die Wolkenschicht vor den Lofoten lag. Reine war von der Sonne beschienen. Das bemerkten wir dann auch auf der Fahrt nach Nusfjord. Die Lofoten zeigten sich mit ein paar Wolkenfetzen in seiner schönsten Pracht. Da morgen das Wetter toll sein soll, stehen uns wohl zwei traumhafte Tage bevor!

10.07. Traumlandschaft Lofoten

Die Wettervorhersage hat gestimmt. Das war schon mal toll. Nach dem Frühstück schauten wir uns in Nusfjord noch um. Dieser kleine Ort ist einfach traumhaft und alle waren entsprechend begeistert.
Die Sonne schien herrlich. Dann hatten wir eine Fahrt nach Reine und weiter nach Moskenes, wo wir unsere dreieinhalbstündige Wanderung hinauf Richtung Munkebu-Hütte starteten. Im Laufe der Wanderung stiegen die Temperaturen weiter und wir kamen alle ins Schwitzen. Geschätzte 20°C und strahlender Sonnenschein. Eine tolle Aussicht und eine herrliche Landschaft. Das sind die Zutaten, die uns von den Lofoten in Erinnerung bleiben werden. Für mich ist es ja das dritte Mal auf den Lofoten und es ist fast noch das Schlechteste Wetter was ich hier erlebt habe. Letztes Mal waren es 335 Stunden Sonnenschein und 1 Stunde Nieselregen. Dazu bis zu 29°C.
Nach der Wanderung fuhren wir dann zum berühmten Fischladen, einige aßen Fischbrötchen, manche tranken Kaffee und am Ende waren alle satt.
Auf dem Weg nach Henningsvaer machten wir dann noch zwei Stopps. Einen an der Drachenkirche in Gravdal, den anderen am Strand kurz vor Henningsvaer. Bei geschätzten 15°C Wassertemperatur gingen dann auch zwei von uns baden.
Schließlich erreichten wir unser letztes Hotel auf der Reise. Ab morgen übernachten wir drei Mal auf der Hurtigrute. Mal sehen, ob ich da Internetzugang habe. Falls nicht kommt der nächste Beitrag am folgenden Freitag, nach der Rückkehr in Deutschland.

11.07. Lofoten und Vesteralen

Heute lief der Tag leider nicht ganz nach Plan. Schuld daran war der erste wettermäßig schlechte Tag der Reise. Von Henningsvaer fuhren wir nordwärts. Wir fuhren eine traumhafte Strecke, die wir auch für unsere Radtour Lofoten nutzen, doch der Nebel war so dicht, dass wir die geplanten Stopps nicht machten.
Von Fiskebol ging es dann mit der Fähre nach Melbu, wo wir Richtung Stokmarknes fuhren. Auf dem Weg hielt ich Ausschau nach dem Schild zur „Schlechwetterhöhle“ doch ich sah es nicht.
In Stokmarknes hatten wir dasnn erst Picknick und besuchten anschließend das Hurtigruten-Museum. Wir waren die ersten Minuten für uns, doch dann hielt das südgehende Hurtigrutenschiff und es wurde voll. Eine halbe Stunde später war der Spuk vorbei.
Da wir noch Zeit hatten, fuhren wir wieder Richtung Schlechtwetterhöhle, dessen Existenz mir bestätigt wurde. Gegenüber vor einigen Jahren hatten sich das Schild allerdings verändert und war zudem auch fast umgefallen, so dass es bei der Hinfahrt einfach übersehen wurde.
Wir besuchten also diese Höhle und fuhren dann wieder nach Stokmarknes zurück. Dort mussten wir uns dann von Enno, unserem guten Fahrer trennen, da er von hier aus zurück fahren würde, während wir am Abend auf das Hurtigrutenschiff gehen sollten. Da das Schiff allerdings eine Stunde Verspätung hatte, kamen wir um 02.00 h nachts auf das Schiff.
Da heute das Wetter keinen schönen Bilder zugelassen hat, heute ein Bild von gestern!

12.07. Hurtigrute und Tromsö

Das Leben auf Kreuzfahrtschiffen ähnelt dem der Rentiere, wie unser morgige Reiseleiter zum Nordkapp sagen sollte:
4 Stunden fressen, 4 Stunden ruhen, dann wieder 4 Stunden fressen und dann wieder ruhen...
Wir begannen dern heutigen Tag also mit Frühstück. Bei der anschließenden Ruhephase konnten wir dann schön beobachten, wie die vorwiegend deutschen Touristen auf dem Schiff ihr „Handtuch (sonstiges Zeug)“ auf ihre „Liege (Fensterplatz im Panoramaraum)“ warfen um sich die besten Plätze zu sichern. Ob diese dann wirklich belegt wurde, war erst einmal nicht so wichtig, Hauptsache man hatte den Platz erobert!
Am Nachmittag hatten wir dann Landgang, zufälligerweise auch 4 Stunden und wir besuchten Tromsö mit der Eismeerkathedrale. Das Wetter war leider nicht so gut, so dass der Bescuh nicht so schön war wie erhofft. Auch vom Schiff war die Sicht mäßig. So kann bei schlechtem Wetter eine Kreuzfahrt schon recht öde sein.

13.07. Nordkapp

Unser letzte komplette Tag auf dem Schiff. Wir erreichten morgens Hammerfest (seit Honningsvag Stadtrechte erhalten hat nicht mehr die nördlichste Stadt der Welt). Einige von uns gingen also um 05.15 h an Land um diese nette Stadt zu besichtigen.
Dann war wieder die Phase der Nahrungsaufnahme dran.
Gegen mittag begann dann unser Ausflug zum Nordkapp. Mit dem Bus ging es durch eine interessante, aber karge Landschaft zum Nordkapp. Dort war das Wetter recht gut und wir hatten auch einen Blick auf die Nachbarlandzunge, dem wahren nördlichsten Punkt Europas. Wir hatten Glück, denn wir wqaren „nur“ 300 Touristen dort, während es am Vortag 6.000 gewesen sein sollten.
Wieder zurück am Schiff hatten wir dann unsere Ruhephase, bevor wir zum Meeresfrüchtebuffet gingen.

14.07. Abreise

Unser letzte Tag der Reise. Ein üppiges Frühstück, dann Auschecken und Fahrt zum Flughafen. Von dort ging es dann zunächst nach Oslo bevor es zun den weiteren Destinationen ging. Leider waren die Verbindungen nicht so gut, so dass die Ankunft in Deutschland spät am Abend war.

Montag, 24. Mai 2010

Reisebericht Indonesien

09.06.2010
Morgens gegen 06.00 h kam ich in Frankfurt an. Mit dem Zug ging es dann zurück. Was eine Reise!


08.06.2010
Mein Flieger ging um 16.20 h nach Bangkok und von dort weiter nach Frankfurt. Also hatte ich theoretisch noch den Vormittag, um etwas durch die Stadt zu gehen. Aber erstens kannte ich die nähere Umgebung schon, zweitens wollte ich noch die Koffer packen und drittens hatte ich irgendwie keine große Lust mehr was zu machen. Also packte ich gemütlich die Koffer, fuhr gemütlich mit dem Bus zum Flughafen, wartete gemütlich am Flughafen, checkte gemütlich ein und setzte mich dann gemütlich in den Notausgangssitz und verschlief den gemütlichen Flug.

07.06.2010
Heute nehme ich einen Minibus, um zum Partner zu kommen über den ich den Wagen angemietet hatte. Mit einem Mal umsteigen (zum Glück half mir der Kartenverkäufer und sagte mir, wo ich umsteigen musste und welchen Bus ich nehmen musste) kam ich nach einer Stunde beim Partner an. Wir besprachen die erlebte Reise und auch Planungen für die Zukunft. Für den Nachmittag organisierte er für mich nochmal einen Wagen und ich fuhr zum etwas ausserhalb von Jakarta gelegenen Freilichtmuseum. Hier sind Gebäude von allen Inseln ausgestellt. Leider war der Park an manchen Stellen etwas heruntergekommen und auch die Häuser fast alle zu, so dass ich die verschiedenenen Gebäudetypen nur von aussen bewundern konnte. Es ist schon erstaunlich, welche Vielfalt die traditionelle indonesische Architektur hat. Das macht Lust auch die anderen Inseln zu besuchen.
Anschließend brachte mich der Fahrer zu meinem Hotel zurück, wo es dann auch schon dunkel wurde.


06.06.2010
Gegen 07.00 h kam ich in Jakarta an. Bei der Taxisuche kamen schon die ganzen Taxifahrer auf mich zu und wollten mich gegen eine Gebühr von 40.000 Rupien zum Hotel fahren. Da dies wesentlich zuviel war lachte ich nur und sagte, dass ich nur mit Taxameter fahre. Darauf ließen sich die Taxifahrer aber nicht ein und ich marschierte also weiter bis ich einen Taxifahrer fand, der es mit Taxameter machte. Die Fahrt kostete mich dann "nur" 20.000 Rupien.
Im Hotel musste ich erst einmal etwas warten, da ich erst gegen 13.00 Uhr mein Zimmer belegene konnte. Also frühstückte ich und lief dann etwas durch die Gegend. Ich kam auch am Planetarium vorbei und dachte mir: Wieso nicht?
Im Eingangsbereich sah ich dann erst nur indonesische Beschriftungen. Ich versuchte dann jemnanden zu finden, der englisch sprach um herauszufinden, ob der Besuch auch für nicht Indonesisch-Fähige interessant ist. Leider finde ich niemanden, der englisch kann. Als dann auch noch eine Schulklasse nach der anderen eintrifft gehe ich lieber wieder raus.
Nach dem Einchecken im Hotel lasse ich den Nachmittag recht faul vergehen.


05.06.2010
Nachdem ich, wenig erstaunlich, gut geschlafen habe verbrachte ich den Vormittag damit, durch Malang zu bummeln. Im Zentrum waren dann auch 2 Kirchen zu sehen, ein Zeichen, dass in dieser Stadt doch ein paar Christen leben. Um 16.30 h ging dann der Zug nach Jakarta.
Ich hatte ja einiges über die Züge auf Java gelesen und das war in der Regel immer positiv. Trotzdem war ich etwas skeptisch, denn besser als erwartet heißt ja noch nicht gut.
Und die erste Nachricht beim Ticket kaufen war auch gleich, dass es nur Liegesessel gibt. Doch ich wurde positiv überrascht. Der Zug war pünktlich, sauber, die Sitze waren komfortabel und das Personal sehr freundlich. Der Zug konnte sich auf jeden Fall mit der Deutschen Bahn messen.
Die großen Unterschiede lagen an der Mentalität der beiden Länder. Im Zug wurde das Licht abends nicht ausgemacht. Das störte mich nicht.
Alle 5 Minuten kam jemand vorbei und bot Abendessen oder Snacks an. Am Morgen lief sogar jemand mit Spielzeug zum Verkauf rum. Das störte nich auch nicht.
Es lief ein großer Fernseher, so wie in älteren Flugzeugen. Da störte mich, dass es nur auf indonesisch war. ;-)
Was jedoch gewöhnungsbedürftig war, ist das indonesische Verlangen immer Trubel um einen herum zu haben. So wurde auch mitten in der Nacht Kaffee angeboten, und zwar nicht leise, sondern es rief jemand immer wieder Kofi, Kofi, Kofi. Das war etwas nervig, doch trotzdem konnte ich etwas schlafen.
Damit hatte ich alle möglichen Fortbewegungsmittel in Indonesien ausprobiert:
Mietwagen mit Fahrer (komfortabel aber auch am teuersten)
Bus (je nach Bus auch komfortabel oder einfach nur zu warm, Kontakt zu indonesischen Mitfahrern wahrscheinlich)
Minibus (bemo - unter Umständen zeitraubend, preiswert und hervorragend um in entlegene Gebiete zu kommen)
Ojek (in Städten bestimmt nicht ganz ungefährlich, sind in entlegenen Gebieten die Rücksitze auf Mototrrädern die schnellste Fortbewegungsmöglichkeit)
becak (Fahrradrikscha - günstig aber auch recht langsam, nur sinnvoll in Städten)
Bajaj (so was wie eine motorisierte Rikscha, habe ich ausgelassen)

Insgesamt eine interessante Vielfalt!



04.06.2010
Gegen 01.30 h wurde ich geweckt. Ich trank etwas Tee, aber auf die angebotenen Toasts verzichtete ich. Mit Taschenlampen ging es dann los: 1.100 hm auf 2 Kilometer. Angesetzte Zeit: 3.30 h.
Es ging auch ziemlich zügig steil bergauf, aber auf einem „normalen“ Wanderweg, so dass wir flott vorankamen. Recht bald waren wir an der Waldgrenze angekommen. Gerade rechtzeitig machte meine ausgeliehene Taschenlampe schlapp. Doch zum Glück war Halbmond und auf dem nun folgenden Weg war Licht nicht mehr so notwendig. Es wurde nun sandig und für alle 2 Schritte rutschte man einen zurück. Nur selten war mal fester Boden, so dass ich auf der Strecke zum Gipfel nur sehr mühsam vorankam. Immer wieder blieb ich stehen und dachte ich sei besonders langsam, aber nach 3h 15 min war ich auf dem Gipfel. Es wurde auch schon hell.
Als erstes musste ich allerdings noch einen Pullover und eine Jacke anziehen, denn es waren geschätzte 5°C. Als erstes blickte ich in den Krater eines der gefährlichsten Vulkans Indonesiens. Erst letztes Jahr war er ausgebrochen. Zudem sollte man ab 08.00 h wieder absteigen, da er dann giftigen Dampf ausstößt. Ein Vulkanologe war durch diese Dämpfe schon gestorben.
Doch im Moment war die Luft noch frisch. Zu frisch für die Indonesier.
Der nächste Blick galt dem Massiv nördlich des Semeru mit Blick auf den Bromo und den Weg, den ich gekommen war. Ich war froh, dass ich am Vortag dem Bromo gemacht hatte, denn heute lag er im Nebel. Von hier oben war es klasse anzuschauen...
Was beim Aufstieg mühsam war, sollte beim Abstieg umso einfacher sein. Die Sandfläche konnte man recht einfach hinunter marschieren, so dass der Abstieg zur Waldgrenze nur 20 min ging.
Am Basecamp gab es dann erst eine einstündige Pause inkl. Frühstück. Dann begannen die 21 km Rückweg.
Es ging zunächst zum See des Vortages zurück. Was ich am Vortag nicht mehr hatte, einen schönen, sonnigen Blick auf den Semeru hatte ich dafür heute beim Zurückschauen.
Vom See nahm ich dann einen anderen Rückweg. Leider zog sich das Wetter zu und ich hatte auf dem Weg nicht die erhoffte Aussicht. Dennoch kreuzte ein Affe den Weg, immerhin etwas.
Im Ort zurückgekommen war ich überrascht, dass es erst 13.00 h war. Aber ich war ja schon 11 h Stunden unterwegs.
Die Frau des Reiseleiters kochte mir dann noch ein Mittagessen und dann ging es mit einem Ojek zurück nach Cemoro Lawang. Ich hatte Glück, denn kurz darauf fuhr ein Minibus nach Probolinggo.
Der Busfahrer bekam immer zugerufen, wo Leute mitfahren wollten, so dass er dann einen kleinen Abstecher machte, um diese Leute abzuholen.
Die Fahrt nach Probolinggo dauerte so zwar recht lange, doch das System ist wirklich gut.
In Probolinggo wurde ich dann direkt beim Busterminal raus gelassen, so dass ich den Bus nach Malang auch gut ohne große Wartezeit nehmen konnte.
Gegen Abend kam ich dann in Malang an und nahm dann ein Taxi zum Hotel.



03.06.2010

Heute heißt es wieder früh aufstehen. Um 04.00 h früh ist die Abfahrt zum Aussichtspunkt des Mt. Bromo. Mit Jeeps geht es durch den Krater und dann steil hinauf auf den Mt. Pananjakan.
Um 05.15 wird es dann heller und die Landschaft wird sichtbar. Mit zunehmenden Licht wird die Landschaft immer schöner. Die Aussicht ist echt wahnsinnig schön und die große Fotografiererei beginnt. Um 06.30 h geht es dann weiter zum Mt. Bromo, dem kleinsten der „Hügel“, trotzdem der namengebende. Am Parkplatz warten schon unzählige Pferde um Lauffaule zum Fuße des Mt. Bromo zu bringen. Von dort muss aber dann jeder die Stufen hoch gehen, insgesamt 253. Von oben hat man die zweite tolle Aussicht des Tages. Nachdem man dort die Landschaft auf sich hat wirken lassen geht es dann zum Frühstück.
Da ich erst um 10.00 h vom Hotel weg kam, hatte der Hotelbesitzer arrangiert, dass der Ojek-Fahrer, der mein Gepäck nach Panu Rane bringt auch mich anschließend ein Stück mitnimmt, damit ich beim ersten Zeltplatz am See auch vor Sonnenuntergang ankomme. Also lief ich los. Nachdem ich 10 km durch die herrliche Caldera bei schönstem Wetter gelaufen war, lud mich der Ojek-Fahrer auf und brachte mich nach Panu Rane zum Guide. Er erzählte mir dann aber, dass die Tage ganz anders verlaufen. Am selben Tag noch sollte es zum Basecamp gehen, insgesamt 15 km. Am nächsten Tag dann der Aufstieg und Rückkehr nach Ranu Pane. Es beruhigte mich, dass die lange Tagesetappe am Schluss wegfiel, aber ich hatte für zwei Tage mit dem Guide bezahlt. Nach einem längeren Gespräch einigten wir uns auf das Programm mit dem Guide. Ich würde den teuren Jeeptransport am Ende nach Malang nicht nehmen, sondern mit ojeks zurück nach Cemoro Lawang fahren. Dafür würde er mir 60 Euro erstatten. Nachdem ich nun auch die Preise für Guide und Träger kannte, merkte ich, dass ich trotzdem sehr überteuert bezahlt hatte. Aber ich wollte mich nicht ärgern, sondern die Wanderung genießen. Es ging dann zunächst durch dichten Wald recht steil bergauf. Es kamen mir auf dem Weg auch zahlreiche Dorfbewohner entgegen, die im Wald arbeiteten. Am höchsten Punkt gab es dann schon eine sehr schöne Aussicht, die dritte an diesem Tag. Es ging dann steil bergab auf -für diese Jahreszeit- ungewöhnlich glitschigem Boden, aber es war trotzdem noch gut machbar. Bald darauf kamen wir an den See, wo wir eine kurze Mittagspause machten. Über zwei Bergrücken und weitere schöne Landschaften ging es dann zum Basecamp, welches wir gegen 17.00 h erreichten.Kurz vorher hatte ich aber noch an einer Rast eine sehr nette Unterhaltung mit drei indonesischer Städtern. Beim Zeltaufbau kam dann allerdings die nächste Überraschung: der Reißverschluss der Eingangsklappe ging nicht ganz zu. Lediglich eine Klappe mit zwei Klettverschlüssen sollte den Eingang zuhalten. Ich hatte da meine Zweifel. Ich erwartete eine feuchte und ungemütliche Nacht und diese Erwartungen wurden vollständig erfüllt. Denn das Wetter während meiner Reise war ungewöhnlich für die Jahreszeit. Die Regenzeit hatte sich noch nicht komplett verabschiedet. Nach dem Abendessen bin ich nach zwei kurzen Nächten recht schnell im Zelt verschwunden. Kurz danach fing es auch zu regnen an, zunächst aber noch etwas schwächer. Das Zeltinnere blieb erstaunlich trocken. Doch dann kam der richtige Regen und der kam heftig. Das Zeltinnere wurde sehr feucht. Die Guides und Träger (auch die der anderen Wanderer) hatten sich in der Schutzhütte zum Schlafen gelegt. Die Hütte war aber in keinem guten Zustand. Zwei der Räume standen unter Wasser und in den beiden anderen lagen sie mit dem ganzen Gepäck eng an eng. In einer Ecke des Raumes brannte ein größeres Feuer. Entsprechend verraucht war das Zimmer. Da zwischen dem Wellblechdach und den Mauern aber ein Meter frei war, konnte der Rauch einigermaßen abziehen. In dieses Lager zog ich dann um. Alle lachten als ich mit dem durchnässten Schlafsack ankam und um Asyl bat. Das Gepäck wurde zusammen geschoben und plötzlich war auch für mich noch ein Platz da. Allerdings war es ziemlich verraucht. Es war eine kurze Nacht. Um 02.00h sollte der Aufstieg beginnen.

Heute heißt es früh aufstehen. Um 04.30 bekomme ich Frühstück und um 05.00 h beginnt der Transfer auf dem Rücksitz eines Ojeks (motorisiertes Zweiradtaxi) geht es zum Nationalparkeingang des Ijen-Kraters. Der Eintritt kostet 15.000 Rupien, Fotoerlaubnis 30.000 Rupien und wer filmen möchte darf 125.000 Rupien hinlegen. Ich bezweifel, dass das Geld wirklich dem Park zugute kommt. Die Wanderung beginnt, es sind 3 Kilometer bis zum Krater. Der erste Kilometer gemütlich steigend, der zweite steiler und der dritte dann wieder gemütlicher. Leider sieht es nicht so aus, als wenn das Wetter mitspielt. Am Vortag soll es stark geregnet haben, so dass vom Krater nicht viel zu sehen gewesen ist. Beim Aufstieg ist auch die Sicht sehr eingeschränkt durch Nebel und Regen. Es kommen mir regelmäßig Einwohner aus dem Dorf entgegen, die auf Ihrer Schulter zwei Körbe transportieren, in denen etwas transportiert wird, was wie gelber Styropor aussieht. Spätestens beim Versuch die Körbe zu heben wurde einem klar, dass es etwas sein musste. Die Körbe waren verdammt schwer, ich bekam sie nicht gehoben. Das Material war Schwefel, welches die Einwohner des Dorfes im Krater sammeln und dann verkaufen. Für kosmetische Zwecke. Dafür bekommen sie 2000 Rupien pro Kilogramm, also umgerechnet 20 Cent. Kein Wunder, dass sie fragen, ob man ein Foto von ihnen machen möchte gegen Bezahlung. Anstatt Geld nehmen die allerdings auch eine Zigarette als Bezahlung. So können sie wenigsten ein kleines bisschen ihren Verdienst aufbessern. Am Krater angekomen kam die Sonne raus und zum Vorschein kam ein herrlicher Krater mit einem See. An einer Stelle unten am See rauchte es und man sah die Dorfbewohner von dort ihren Schwefel holen. Ich ging runter, um mir das ganze etwas genauer anzusehen. Auf diesem engen Weg hatten auch eindeutig die Schwefelarbeiter mit ihren schweren Lasten Vorrang. Ausweichen muss immer der Tourist und man wird auch mal angeschnauzt, wenn man mal nicht schnell genug ausweicht, weil man nicht aufgepasst hat. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Unten angekommen sieht man dann das „Schwefelwerk“. Mit Motoren und per Hand wird der Schwefel abgebaut. Das Ganze immer im Einzugsbereich einer massiven Schwefelwolke. Unten konnte man sich auch mal die Schultern der Arbeiter anschauen. Alle kaputt. Für ein Hungerlohn wird hier unter schwersten und ungesunden Bedingungen gearbeitet. Am Tag macht jeder Arbeiter maximal zwei Gänge. Mehr ist nicht drin und die Gesundheit geht trotzdem kaputt. Beeindruckt von der Landschaft und nachdenklich über die Arbeitsbedingungen stieg ich wieder zum Kraterrand hoch, wo ich am Krater etwas entlang ging. Das Wetter verschlechterte sich und ich konnte nur noch kurz einen Blick auf die Küste werfen. Bali konnte ich nicht sehen, was bei gutem Wetter möglich sein soll. Zurück beim Hotel packte ich dann wieder meine Koffer und der Fahrer fuhr mich auf der elenden Straße zum Ijen-Krater zurück nach Bondowoso. Für etwa 30 Kilometer benötigten wir etwa 150 Minuten. Von dort ging es dann durch schöne Landschaften westwärts Richtung Bromo. Die Landschaft um Bondowoso war allerdings so vielversprechend, dass ich mir diese bestimmt mal genauer anschauen werde. Die Fahrt nach Cemoro Lawang verlief dann relativ ereignislos und in Cemoro Lawang, dem Startpunkt für Touren zum Vulkan Bromo hatte man dann schon einen ersten, fabelhaften Blick auf die Vulkanwelt des Mt. Bromo. Am Abend erkundigte ich mich dann über die Tour auf den Gunung Semeru, dem höchsten Berg Javas (3.676 m). Die Aussage war: erster Tag 31 km, nachdem man morgens schon eine Tour gegen 04.00 h mit Jeeps zum Aussichtspunkt gemacht hatte und den Mount Bromo bestiegen hatte. Zweiter Tag: 24 km bis zum Basecamp. Dritter Tag: Um 02.00 h Besteigung des Semeru, dann Rückkehr nach Panu Rane, von wo man aus mit einem Jeep nach Malang gebracht wird. An diesem Tag, zusätzlich zum Aufstieg 37 km. Ich bekam starke Zweifel, ob die Entscheidung die Tour zu buchen, die richtige gewesen war. Da ich aber zeitlich noch etwas Spielraum hatte, dachte ich mir im Notfall den letzten Tag in zwei Tage zu splitten. Zelte hatten wir ja dabei. Erst am nächsten Tag sollte ich lernen, dass man oft besser solche Touren im Voraus bei einer Agentur bucht, denn vor Ort sitzen die am längeren Hebel. Man will ja die Tour machen und die wissen das. Hätte ich die Tour im Voraus bei meiner Partneragentur vor Ort gebucht hätte ich sicher weniger Geld bezahlt.

01.06.2010
Heute ging die Fahrt weiter nach Osten. Es war eine lange Fahrt, aber wir kamen häufiger an der Küste vorbei und auch das Inland war vielversprechend. Bei Situbondo ging es dann ins Inland und auf einer ziemlich üblen Piste zur Unterkunft. Wir benötigten für ca. 30 km etwa 3 Stunden. Im Dunkeln kamen wir an und ich bezog das Zimmer im Gästehaus der Kaffeeplantage. Ein sehr einfaches Abendessen beschloss den Abend. Am nächsten Tag sollte es früh raus gehen.

31.05.2010
Heute besuchte ich den Sultanspalast, oder Kraton. Der holländische Einfluss war unverkennbar. Trotzdem gab es auch genug indonesische Elemente. Dennoch enttäuschte mich der Kraton etwas. Ich hatte von einem Sultanspalast etwas mehr erwartet. Vor allem, nachdem der Wasserpalast wirklich schön und interessant gewesen war.
Trotzdem sollte man ihn sich anschauen und Jogja hat so viel zu bieten, dass die Stadt in sehr schöner Erinnerung zurückbleibt.
Nächster Programmpunkt war Solo. Der Kraton von Solo soll im Vergleich zu Jogja nicht so toll sein, also ersparte ich ihn mir. Stattdessen wollte ich mir einen weiteren Palast anschauen. Dieser sollte bis 14.00 Uhr aufhaben, doch um 12.00 Uhr war er dann doch leider schon zu.
Ich entschied mich dann kurzentschlossen schon Richtung Osten zu fahren, um die geplante Fahrtstrecke nach Bromo am nächsten Tag zu verkürzen. Während der Fahrt entschied ich nochmals um und beschloss mit der gewonnenen Zeit den Ijen-Krater zu besichtigen. Also bogen wir nicht nach Malang ab, sondern fuhren Richtung Osten weiter. In Jombang machten wir dann Etappenstopp. Auf der Suche nach einem Internetcafé bemerkte ich, dass in dieser Stadt keinerlei Englisch gesprochen wird, und dass Internet auch nicht so weit verbreitet ist. Ich fand dann ein Internetcafe, welches aber auch gleichzeitig eine Reparaturwerkstätte für alte Computer war.
Der Online-Computer war demzufolge auch eine Computer älteren Datums, wohl ein paar Jahre später als der C64.
Anschließend ging ich dann früh ins Bett. Im Ort konnte ich eh nichts machen, und es war auch eine längere Fahrt geplant.

30.05.2010
Morgens um 06.00 h bin ich schon beim Tempel, in der Hoffnung das schöne Morgenlicht einzufangen und evtl. den Menschenmassen zu entgehen.
Beides klappte nicht. Also setzte ich mich auf eine Bank und wartete zumindest auf schönes Licht. Prompt saß ein Indonesier neben mir, ein pensionierter Lehrer und wir kamen ins Gespräch. So unterhielten wir uns eine halbe Stunde, unter anderem auch über die Wirtschaftskrise.
Das ist das Angenehme an Indonesien. Man kommt mit den Leuten ins Gespräch, und das völlig zwanglos. Einfach nur nett plaudern.
Als dann die Sonne rauskam ging ich los die schönen Reliefs und andere Details dieses schönen Tempels einzufangen. Er ist nicht zu Unrecht Weltkulturerbe.
Und auch hier widerfuhr mir das, was ich beim Tempel Cangkuang erlebt hatte. Die Indonesier wollten mit mir fotografiert werden. So wie mit allen anderen westlichen Besuchern auch.
Hinzu kam, dass die Schulklassen die Aufgabe bekommen hatte mit den westlichen Touristen ein kleines Interview zu führen.
Manche jammern darüber, dass man dauernd angesprochen wird auf einem Foto zu posieren.
Aber erstens will ich ja auch Fotos von den Menschen, also "muss ich es über mich ergehen lassen", dass auch ich mal das Fotomotiv bin.
Zweitens macht es auch Spaß, und so häufig ist es dann auch wieder nicht.
Nach Borobodur, wofür ich mir 4 Stunden Zeit gelassen hatte, fuhr ich dann nach Yogyakarta, oder Jogja, wie hier alle sagen.
Da der Kraton (der Sultanspalast) nur vomittags auf hat, ging ich gemütlich durch die Stadt. Dabei traf ich auf alte Gesichter. Eine der Holländerinnen aus dem Pagandaran-Nationalpark schlenderte auch auf dem Batik-Basar herum. Java wird halt fast immer von West nach Ost bereist. Da läuft man sich dann doch ab und zu über den Weg.
Jogja macht einen schönen Eindruck. Bisher hatten mir die javanischen Städte ja nicht so gefallen, aber Jogja hat Flair. Der Einfluss der Holländer ist auch ganz stark zu spüren.
Ich kam dann schließlich am Wasserpalast vorbei, der mir sehr gut gefallen hatte. Hier sind zwar noch einige Reparaturarbeiten nötig, aber der Palast ist auch so sehr schön.
Den Abschluss des Abends bildete dann eine javanische Tanzvorführung im Theater.
Die Vorführung ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig, da wir mit der Kultur nicht so viel am Hut haben, aber einschläfernd, wie sie auf einen aus der parallel zuschauenden Gruppe wirkte war es dann doch nicht. Ich fand es sogar ganz interessant und es gab auch einige nette Überraschungselemte.
Fazit: Wer sich für die Kultur Javas oder Indonesiens interessiert, dem ist die Vorführung anzuraten.
Wer nur die Sehenswürdigkeiten sehen möchte, der wird hier vermutlich keine Freude daran haben.

29.05.2010
Auch heute war vom Vulkan nichts zu sehen. Wir fuhren dann recht zuegig zum Dieng-Plateau. Von Wonosobo aus sollte die Strecke auch recht dramatisch werden. Es ging zum Teil recht steil bergauf, links und rechts Terrassenfelder, allerdings nicht Reis sondern Gemuese verschiedenster Art. Leider regnete es noch und die Wolken waren recht niedrig, so dass die Bergkulisse nicht zu sehen war.
Auf dem Plateau schaute ich mir die Tempel von Arjuna an. Sie waren noch nicht wirklich spektakulaer, aber geschichtlich von grosser Bedeutung. Von den Tempeln ging ich dann weiter zum Krater Sikilang, an dem es aus allen Spalten nach Schwefel roch. Ich bestieg etwas den Berg um bessere Bilder zu machen (sofern es bei dem Wetter ueberhaupt ging) und um zu sehen, wo der in meiner Karte skizzierte Wanderweg begann. Ich fand den Wanderweg und ging dann etwa eine Stunde zum Ort zurueck. Es war ein wirklich schoener, ruhiger Weg, allerdings war noch immer nicht viel von der Aussicht zu sehen. Im Gegenteil, es fing sogar staerker zu regnen an. Bei Sonnenschein muss die Sicht hier oben spektakulaer sein.
Aufgrund des Wetters beschloss ich einen weiteren Kratersee nicht zu besuchen, da der Weg sehr steil und bei Regen sehr glitschig sein soll.
So fuhr ich wieder die dramatische Strecke nach Wonosobo runter und quartierte mich dann in Borobodur ein. Ich hoffte auf besseres Wetter fuer den fruehen Besuch bei diesem sehr sehenswerten UNESCO-Welterbe.

28.05.2010
Die Wanderung in den Nationalpark beginnt um 08.00 Uhr morgens. Mit mir sind noch drei junge Hollaenderinnen (Hollaender bilden glaube ich 90% der Besucherzahlen hier). Wir werden als Beisitzer auf einem Motorrad nach und nach zum Startpunkt der Wanderung gebracht.
Ich war da mit einer der Hollaenderinnen, als ploetzlich 3 Busse ankamen mit indonesischen Touristen. Ich dachte mir: ach du meine Guete, die wollen doch hoffentlich nicht auch in den Nationalpark. Doch, wollten sie. Aber zum Glueck blieben sie nur im Eingangsbereich, waehrend wir weiter in den Nationalpark eindrangen. Wir besuchten Hoehlen, die die Japaner waehrend des zweiten Weltkrieges hier anlegten, sahen Rehe und Affen, kamen dann zu natuerlichen Hoehlen mit Stachelschweinen und sahen dann auch noch Nashornvoegel.
Der Wanderweg war sehr abenteuerlich. Man kann glaube ich nicht von einem Weg sprechen. Es ging mitten durch den Urwald und wir schlitterten oft ein paar Meter. Wir mussten auch noch den einen oder anderen kleinen Bach ueberqueren und kamen nach drei Stunden dann am Strand an. Hier erwarteten uns dann Surfer und Affen. Manche sprangen kurz ins Wasser, dann gingen wir langsam zurueck zu unserem Hotel. Ich hatte noch zwei Stunden bis zum ausgemachten Treffpunkt mit dem Fahrer, so dass ich mich in ein Strandcafé setzte und das Treiben beobachtete. Dann ging es los, auf kleinen engen Strassen nach Baturaden. Auf der Fahrt fing es dann heftig an zu regnen, was leider auch den ganzen naechsten Tag anhalten sollte. Vom Vulkan in diesem Mountain-Resort war leider nicht viel zu sehen.

27.05.2010
Früh morgens ging es weiter. Zunächst wieder nach Norden, denn gestern musste ich den Tempel Cangkuang auslassen. Am Tempel wurde ich dann erst einmal ausgenommen: Nach dem Eintritt zahlen musste ich dann noch zusätzlich für die Bootstour rüber zum Tempel zahlen. Da ich alleine war nahm man mir knapp 7 € ab. Wirklich heftig für die Verhältnisse hier.
Naja, das folgende Erlebnis sollte mich entschädigen.
Der Tempel selber war nicht so doll, den braucht man eigentlich nicht unbedingt besuchen. Doch vom Tempel kann man schön durch Reisfelder laufen und den Leuten beim Reis säen zuschauen. Nach meiner Erfahrung in Thailand wußte ich jetzt genau in welchem Stadium sich das Pflanzen befand und was als nächstes kommen sollte.
Am Tempel waren auch zahlreiche Schulklassen. Es entwickelte sich dann eine Fotosession, bei der alle mit mir fotografiert werden wollten. Das ganze dauerte eine halbe Stunde und alle hatten Spaß. Ich hatte sogar die Möglichkeit mit den Lehrerinnen zu sprechen und so etwas über die Schule zu erfahren. Wir tauschten dann sogar Adressen aus und ein paar Tage später sollte ich dann schon wieder Kontakt mit der Klasse über Internet haben.
Vom Tempel ging es dann weiter nach Kampung Naga, einem kleinen traditionellen Dorf inmitten herrlichster Reisterassenlandschaft. Ein Dorfbewohner führte mich durch das Dorf und erklärte mir, wie das Leben hier läuft.
Anschließend ging es dann weiter zum Nationalpark Pangandaran, wo ich den Abend am Strand ausklingen ließ.

26.05.2010
Heute sollte ich Bandung hassen lernen. Eigentlich nicht die Stadt selber, die ist wie alle Städte hier recht farblos. Der Verkehr sollte mich heute verrückt machen.
Zunächst besuchte ich den Vulkan Tangkuban perahu. Eigentlich nur 30 km entfernt. Doch der Verkehr hält uns auf, so dass wir knappe 70 Minuten benötigen, um zum Vulkan zu kommen.
Dort erwartet mich zunächst eine Menschenmenge an einem großen, rauchenden Krater. Doch wie so häufig, ein paar Meter weiter bin ich fast alleine. Ich laufe also zum zweiten Krater und genieße die Landschaft zwischen den beiden Kratern. Zurück zur Menschenmenge und dann weiter zum Kawah Dombas, eine Flanke des Vulkans aus dem es kräftig raucht und in der es auch ein paar heiße Quellen gibt. Leider beginnt wieder der Regen. In strömenden Regen laufe ich also einen schönen Wanderweg zurück zum Wagen.
Weiter geht es dann nach Malabar, einer schönen Teeplantage. Das heißt: durch Bandung hindurch. Ich glaube dieses Mal waren es zwei Stunden Stop and slow.
Naja, die Fahrt zur Teeplantage stimmte mich wieder milde, wobei ich nicht wirklich sauer war, sondern eher über diese Stadt staunte. So ein Chaos!
Die Straße zur Teeplantage führte immer höher und an immer schöner werdenden Reisterassen. Das Wetter war übrigens wieder gut. Die Regenschauer dauern hier scheinbar immer nur ca. 1 Stunde, eine am Mittag, eine am Abend.
An der Teeplantage mit dem besten Tee Indonesiens bekam ich dann eine kleine Privatführung durch die Plantage und die Fabrik. Das war sehr interessant, vor allem auch, weil die Indonesierin viel Humor hatte und mir so ein paar Geschichten erzählen konnte.
"Mr. Broscha had no wife and children. He was very single"
Nach dem Besuch ging es dann wieder Richtung Bandung und von dort weiter nach Garut.
Bandung? Richtig, wieder stop and slow, dieses Mal statt Hupkonzert Lichthupen-Gala, denn es war schon dunkel.


25.05.2010
Heute morgen habe ich mal wieder das Taxi genommen, um zum Partner zu kommen, wo ich den Wagen angemietet habe. Und siehe da: Wir haben uns nicht verfahren. Zum Glück war ich am Vortag schon da, so dass ich dem Taxifahrer sagen konnte wo ich hin wollte.
Wir kurz das Programm besprochen und dann kam auch schon der Fahrer. Ferdinand, der Partner vor Ort, sagte mir auf Anfrage, dass mein Fahrer Mr. Freddy oder Mr. Friday heißt, so genau wisse er das auch nicht.
Ich entschied mich für Mr. Freddy, denn ich war alleine, auf einer Insel, da wollte ich nicht auch noch einen Freitag an meiner Seite haben!
Wir fuhren dann auch gegen 10.30 h los in Richtung Bogor. Obwohl Bogor einige Kilometer von Jakarta entfernt ist fuhren wir fast durchgehend durch dicht bewohnte Gegenden. In Bogor besuchte ich dann den botanischen Garten mit seiner kleinen zoologischen Abteilung. Ein schöner Einstieg in die Natur Indonesiens. Die ganze Anlage ist allerdings schon etwas in die Jahre gekommen.
Leider fing es dann auch an zu regnen. Es sollte eigentlich Trockenzeit sein, doch davon war nicht so viel zu spüren.
Weiter ging es dann nach Osten in Richtung Pancuk-Pass. Die dichte Besiedelung ging weiter und ich wurde immer froher, dass ich mir einen Fahrer genommen hatte und nicht selber ein Auto gemietet hatte. Der Verkehr ist irre. Jeder fährt wenn nur eine kleine Lücke zu sehen ist. Wenn jemand entgegen kommt, dann soll er etwas auf dem Standstreifen ausweichen. Wenn dort jemand ist (Fahrrad, Mensch, Verkaufsstand) dann heißt es für den ausweichen und / oder hoffen nicht über den Haufen gefahren zu werden. Hinzu kommt eine unheimlich Verkehrsdichte. Auf ein Auto kommen bestimmt 10 Mopeds / Mofas / Motorräder.
Am Straßenrand ein Verkaufsstand nach dem anderen mit hektischem Betrieb. Ein kleiner Schock nach der Ruhe in Thailand. Doch die Landschaft ist schon sehr vielversprechend! Reisfelder, Teeplantagen, schroffe Berge. Das macht schon Appetit auf die kommenden Tage.
Auf dem Weg machen wir dann Mittagsrast. Der Fahrer bringt mich zu einem kleinen Restaurant. Der Wirt schenkt mir nach dem Essen eine Packung Tee. Ich denke, das ist aber nett. Dann kommt die Rechnung und ich denke, das ist aber gar nicht nett! 20 € für Reis und ein paar Kleinigkeiten. Naja, die nächsten Tage werde ich diese Touristenrestaurants meiden. Weiter geht es dann nach Bandung, einer 2,8 Millionenstadt. Die Unterkunft finden wir dann doch recht schnell und abends laufe ich noch ein bisschen durch die Stadt.

24.05.2010
Ich sitze nun in Jakarta und wundere mich etwas ueber diese Stadt.
1. Die Taxifahrer haben keine Ahnung wie man fahren soll. Ich habe das Gefuehl ich kenne mich schon besser aus als die. Beim ersten Taxifahrer habe ich beim 10. Hotel gesagt es sei das Richtige und bin dann ausgestiegen. Dann hat mich ein Motorradfahrer aufgeladen, als ich auf dem Fussweg zum Hotel war. War schon lustig, ich hinten auf einem Motorrad mit 30 km/h, eine Hand am Motorrad, die andere den Rollkoffer hinter mir herziehend. Der Koffer hat es aber unbeschadet ueberstanden. Ich uebrigens auch.
Der zweite Taxifahrer laesst mich irgendwo raus mit dem Kommentar hier irgendwo muesste das Ziel sein.
Der dritte Taxifahrer bittet mich, bei der Destination anzurufen, um nach den Weg zu fragen, dann spricht er 2 Mal 10 Minuten mit meinem Handy und erfragt genauestens den Weg, um ihn dann doch nicht zu finden.
Und der vierte Taxifahrer erfragt die ganze Zeit in der Zentrale ueber Funk den Weg, verfaehrt sich trotzdem und will dann noch zusaetzlich Geld fuer die Funkgespraeche.

2. Die Strassennamen und Numerierungen sind etwas seltsam.
Kein Wunder, dass die Taxifahrer den Weg nicht wissen. Ich habe das Gefuehl, dass manche Strassennamen mehrfach vergeben wurden. Gut, Jakarta ist gross, immerhin leben hier 8 Millionen Leute, aber ein bisschen mehr Fantasie haette ich den Indonesiern doch zugetraut.
Und dann die Nummerierung der Haeuser. Erst kommt z. B. die Nummer 8, geht man ein bisschen weiter, dann kommt die Numer 10, ein bisschen weiter dann die 56, noch ein paar Schritte weiter dann die 41, dann wieder die 10.

Im Nachhinein bekomme ich nun doch Mitleid mit den Taxifahrern.

Ab morgen bin ich dann mit einem Privatfahrer, der wohl nur indonesisch kann fuer 9 Tage auf Java unterwegs. Eine gute Moeglichkeit Indonesisch zu lernen.


23.05.2010
Von Bangkok kommend habe ich nun doch den fruehen Flieger bekommen und landete gegen 17.00 h in Jakarta. Der erste Unterschied zu Thailand faellt mir schon auf. Um 18.00 Uhr ist es schon fast stockdunkel. Bei der Temperatur gibt es allerdings keine grossen Unterschiede. Auch hier liegt die Temperatur ein paar Grade ueber dem Komfortbereich.
Nun bin ich alleine in Jakarta und merke, dass ich mich an die Gruppe aus Thailand gewoehnt hatte. Irgendwie ist der Abend langweilig. Naja, Laptop raus und ein bisschen was tun.